Dienstag, 13.08.2013

Die Zeit vergeht und vergeht...

Hallo ihr Lieben,

Entschuldigung, dass ich so lange nichts von mir hoeren habe lassen, aber man erlebt hier einfach so viel und man will natuerlich nichts verpassen.

Also ich werde jetyt auch einiges zusammenfassen.

Zum Haus wisst ihr ja einiges schon und genauso ueber das Tro Tro.

Mittlerweile habe ich mein Projekt gewechselt, da es nicht wirklich gepasst hat. Die Lehrerin hat irgendwann nicht mehr viel gemacht ausser ab und zu mit den Kindern gesungen oder geschlafen.Tamara wusste oft auch nicht ganz was sie mit 36 Kindern ( das ist jetyt nur eine ungefaehre Zahlm da mal mehr und mal weniger Kinder kommen) machen sollte und somit war oft das Chaos vorprogrammiert. Wir haben  dann ab und zu in kleinen Gruppen unterrichtet und das klappte eigentlich immer ganz gut. Auch auch das mit den Schlaegen beschaetigte mich immer mehr.. Die Rektorin wurde dann aber auch immer komischer. Sie hat uns dann aber trotzdem zum Abschied ein Kleid und eine Hose geschenkt. 

Ich denkem dass es im Grunde genommen ganz gut war, dass ich gewechselt hab. Vor allem, da jetzt im neuen Projekt kein Kinder mehr geschlagen werden. Man merkt auch, dass der Leiter vom Projekt mit Herz und Blut bei der Sache ist und das er alles versucht, dass die Strassenkinder zur Schule gehen koennen. Sie bekommen auch immer etwas zu essen und zu trinken.
Das Projekt ist ein sog. Reading Club, bei dem die Kinder, die Ferien haben, kommen koennen und dann uebt man mit ihnen lesen. Das findet dann in verschiedenen Klassen statt und immer vormittags von Dienstag bis Freitag. Am Nachmittag findet dann immer Einzelunterricht statt, bei dem du intersiv mit einem Kind lernst. Bis jetzt hatte ich zwar noch kein Kind, da es nie sicher ist, ob denn das ausgewaehlte Kind ueberhaupt kommt. Heute hab ich dann eben mit den anderen Kindern, die eigenlich nicht auf unsere Schule gehen, gelesen.Es macht mir viel mehr Spass als des andere Projekt, da du einfach merkst, dass deine Hilfe gebraucht wird.

So kann man sagen, dass man immer wieder etwas neues erlebt. Egal ob du nur kurz ueber den Kaneshi (ein Markt, auf dem du echt alles bekommst) gehst oder den Armen was zu essen gibst oder was anderes machst.

Noch zu den Ausfluegen moechte ich sagen, dass wir am ersten Wochenende zu den Tini Wasserfaellen, Boti Wasserfaellen und zu den Umbrella Stones gefahren sind. Es war echt total schoen! Wir sind zwar die meiste Zeit im Tro Tro gesessen, aber es war trotzdem ganz toll. Schon allein die Aussicht in die Natur war atemberaubend! Wir hatten auch das Glueck, dass wir einen privaten Tro Tro fahren hatten, der uns fast ueberall hingefahren hat.
Letztes Wochenende ging es dann ab nach Cape Coast. Es war zwar bis zuletzt nicht sicher, ob wir fahren, aber es hat sich alles zum Guten gewendet und unsere kleine Gruppe konnte zusammen fahre. Es war total schoen endlich mal das Meer mit den Palmen zu sehen. Bis jetzt hatten wir naemlich noch keine Zeit einen zu besuchen. Zuerst ging es zum Elmina Castle, dass frueher mal einen Sklavenburg war. Es war echt ein unangenehmes Gefuehl, zu wissen, wie viele Menschen eingesperrt waren. Danach ging es zum Kasoa Beach Resort, dass direkt am Meer war. Es gab zwar Probleme mit der Zimmerverteilung aber am Schluss hatte dann jeder eins. Wir haben zwar unser Bett mit mehrern Leuten geteilt, aber es hat gepasst. Jeder hatte in so einer kleinen Huette ein Zimmer bzw es gab auch 4er Zimmer. Wir sind nach der Ankunft in der Unterkunft noch mit unserem Koordinator zu einer Hochzeit gegangen und haben seine Familie besucht. Wir haben uns aber total unwohl gefuehlt und wollten nur noch Heim..
Aber alles im Allem kann man sagen, dass es ein schoenes Wochenende war! (:

Liebe Gruesse und bis bald :*

Mittwoch, 07.08.2013

Die ersten Tage im Projekt und andere Kleinigkeiten..

Am zweiten Tag ging es dann mit Tamara in mein Projekt. Leider hat meins derzeit Ferien und deshalb wurde ich jetzt in ein anderes untergebracht. Ich wollte eigentlich nie unterrichten aber genau das darf ich jetzt zusammen mit der Tamara machen. Tro Tro fahren wollte ich auch nicht sehr gern, da du nicht weist, wo du hinfährst oder auch so ist das alles eher unübersichtlich aber vielleicht schaff ich es bald mal ;)

Wir haben einen relativ langen Weg bis zu unserer Schule. Wir fahren 20 Minuten mit dem Tro Tro und müssen dann ungefähr nochmal so viel wenn nicht sogar mehr zu Fuß gehen. Als wir dann da waren, kamen gleich alle Kinder auf uns zu und haben mich überall angefasst und hängen sich dann an dich dran. Die Schule an sich sieht gut aus und es gibt auch normale Klassenzimmer. Die Rektorin hat auch einen guten Eindruck auf mich gemacht, aber die Lehrerin in unserer Klasse ist ziemlich seltsam und redet auch nicht sehr viel mit uns. Im Klassenzimmer selber ist es ziemlich laut. Als  uns dann aber die Lehrerin gesehen hat, schlug sie mit einem Stock auf den Tisch und alle die nicht sofort auf dem Platz gesessen sind, schlug sie die Kinder 2-3 mal auf den Kopf. Anfangs hat mich das nicht so sehr gestört, da alle schon gesagt haben, dass das hier total normal ist. Ich wusste auch nicht, ob ich denn die Kinder trösten darf, aber das hab ich nach einer Zeit einfach gemacht, weil ich nicht mit ansehen konnte, wie sie so sehr weinen. Wir gingen dann aber relativ früh auch wieder nach Hause, weil Tamara kommen und gehen kann wann sie möchte. Eigentlich wollte ich mit den Kindern den ganzen Tag verbringen und mit ihnen spielen, waschen etc. aber das geht anscheinend nicht.

Am dritten Tag hatten wir eine sehr spannende Tro-Tro-Fahrt. Unser Kleinbus war ziemlich kaputt und das Fenster war auf der Höhe von der Sitzbank und ich fiel bei fast jedem Loch beinahe raus. Abenteuer pur! Im Projekt angekommen, sollten wir zur Rektorin, da die Tamara Kleider von ihr bekommt. Am Ende bekam dann Tamara 2 Kleider und eine Hose und ich bekomme eine Hose und ein Kleid, obwohl ich erst 2 Tage da war. Danach haben wir uns 6 Kinder rausgesucht und haben mit denen Unterricht gemacht, da wir schon gestern gemerkt haben, dass es zu zweit nicht geht, 36 Kindern irgendwas beizubringen v.a. nicht, wenn die vom Lernniveau so unterschiedlich sind. Unsere Kinder sind zwischen 4 und 5 und manche können schon das ABC komplett und andere können nichts. Nicht einmal den Stift in der Hand halten und was schreiben.  Wir haben dann mit den 6 Kindern Mandalas ausgemalt und ich hab in der Zeit die wenigen Bleistifte die sie haben, gespitzt. Aber es waren dann doch so viele, dass ich Blasen an den Fingern bekommen habe.  Als Belohnung, dass sie so leise waren, haben die Kinder von Tamara Süßigkeiten bekommen. Die Kinder nehmen sich das gegenseitig aus den Mund, wenn sie es haben wollen und essen des dann selber. Wir wollten danach mit allen bisschen mit den Luftballons spielen, aber das ist total eskaliert, weil sich jedes Kind mit denen geschlagen hat. Als wir dann fertig waren, sind wir noch ghanisch Essen gegangen, was aber sehr sehr sehr scharf war. Es blieb somit einiges übrig und wir haben uns das dann einpacken lassen und haben es dann den armen Menschen gegeben, die immer betteln. Es war so ein tolles Gefühl, wenn du sie so grinsen siehst. Die Kinder hier brauchen auch keine teuren Spielsachen, sondern können sich auch stundenlang mit Kleinigkeiten beschäftigen.

Mit Eva, sie ist für mich wie eine große Schwester, teil ich alles. Wir kaufen auch oft gemeinsam ein und abends machen wir auch immer zusammen einiges. Egal ob toastsessions, wenn wir wieder mal total hunger haben oder wir spielen Kniffel oder schreiben in unsere Tagebücher.

P.s. Sobald ich wieder mehr Zeit hab, folgen weitere Einträge und auch die Bilder. Muss jetzt aber leider gleich los, da jetzt noch ein Hausmeeting ist und wir sind auf eine Hochzeit eingeladen (: 

Bis bald :* 

Mittwoch, 07.08.2013

Welcome to another world and not to another country..

Ja das trifft es wohl ab und zu ganz gut... nach langem warten schreib ich euch endlich mal wieder.

there´s no hurry in life! Mittlerweile hab ich die Mentalität der Ghaner angenommen.
Warum immer alles unter Zeitdruck tun, wenn am nächsten Tag eh noch Zeit ist?

Aber egal, jetzt erzähle ich euch was über mein Leben in Afrika.
Also am ersten Tag ging es relativ spät zur Stadtführung, da wir mit Nana (unser Koordinator) ausgemacht hab 9 Uhr nach ghanischer Zeit und das bedeutet dann, dass man grundsätzlich zu spät ist.
Um kurz vor 12 kam er dann auch und es ging direkt mit dem Tro Tro (alte Kleinbusse, die bei uns niemals durch den Tüv kommen würden) zum Geldwechseln und wir haben dann auch kurz den Strand gesehen. Auf dem Weg haben wir dann auch Fat Balls (keine Ahnung wie man die schreibt, aber die werden aus dem Fett gebraten und schmecken total lecker) und eine frische Kokosnuss gegessen (schmecken um einiges besser wie bei uns, aber das Fruchtfleisch mag ich nicht so gern). Später haben wir dann am Art Center typisches ghanisches Essen gegessen (haben auch das erste Mal mit der Hand gegessen, was eigentklich garnicht so schwer war) und hatte eine privaten Trommelunterricht, der total lustig war, auch wenn ich es nicht wirklich konnte. Die kleinen Kinder, die auf dem Kunstmarkt unterwegs waren, haben auch ständig mit mir getrommelt. (:


Mir ist auch relativ schnell aufgefallen, dass es bei den Menschen hier zwei Arten gibt. Die einen sind total nett und reden mir dir und wollen auch immer wissen wie es dir geht. Die anderen schauen dich nur total böse an oder verscheuchen dich von ihrem Stand, wenn du nichts kaufen möchtest. Aber bei uns gibt es ja auch immer 2 Sorten bzw. Arten von Menschen.

Als wir wieder mit dem Tro Tro gefahren sind, mussten wir durch so einen Markt, der Kaneshi heißt und auf dem du dir auch alles kaufen kannst. Allerdings riecht es sehr streng, wenn du bei den Fisch- und Fleischständen vorbeigehst. Wir sind dann auch noch zur Shopping Mall, die zwar unheimlich teuer ist aber dafür gibt es alle Sachen, die du auch bei uns kaufen kannst. Es kostet zum Beispiel ein Glas Nutella 15 Euro...

Jetzt erzähl ich euch noch bisschen was über meine Unterkunft und auch sonst was es hier so gibt.

Zum Haus ist zu sagen, dass es relativ einfach ist, aber es ist alles da, was man braucht. Es ist auch alles etwas dreckig, dass ist aber bei 25 Leuten eher normal. Bis jetzt hatten wir aber auch relativ viel Glück, da wir noch keinen Stromausfall hatten bzw. auch keinen Wasserausfall. Das Bad teilen wir uns zu 9 oder mehr. Unordnung ist da eher vorprogrammiert. Man kann aber selber auch saubermachen und wir haben im Notfall auch eine Putzfrau, die aber leider momentan krank ist.
Ab halb 7 abends braucht man aber Licht, weil die Sonne sehr schnell untergeht.
Vor unserem Haus laufen oft Ziegen, Hühner und Katzen rum und wenn man die Straße entlang geht, kann man einiges kaufen.
Es gibt hier aber auch total unterschiedliche Straßen. Einige sind aus Sand und haben überall Löcher und auch die Gehsteige haben überall Löcher und unten drunter ist einRohr, dass wahrscheinlich ein Abwasserrohr ist, dass auch sehr streng riecht und einige gehen wohl da auch auf die Toilette. 

Was auch total anders ist, ist zum Beispiel die Polizeistelle, die in einem Zelt ist oder dass die Frauen alles auf dem Kopf tragen und alles entweder da verkaufen oder in kleineren Ständen auf der Straße. Es gibt da wirklich alles. Also von Badewannen und Türen über Obst und Gemüse.

Mittwoch, 31.07.2013

Flughafen und andere ersten Eindrücke..

Nachdem ich in Istanbul gelandet bin und einen kurzen Aufenthalt hatte, konnte ich auf dem einen Ohr nicht mehr sehr viel gehört.. 

Bruderherz, ich kann dir an dieser Stelle schon sagen, die Handflächen sind garnicht so hell wie du immer gemeint hast ;)

Anfangs dachte ich immer, dass ich ein modernes Flugzeug haben werde, wenn ich von München nach Istanbul fliegen würde aber genau das Gegenteil war der Fall. Das Flugzeug nach Accra war soo modern. Ich hatte sogar meinen eigenen Fernseher :P
Im Wartebereich fiehl mir auf, dass viele Afrikaner da waren, aber sehr wenige waren in traditioneller Kleidung. Bis jetzt ist noch alles totel normal. Nachdem ich meine Koffer geholt habe und ich des öfteren von Leuten angesprochen wurde, wurde ich von anderen Teilnehmern abgeholt und die haben mich auch sehr nett begrüßt. 
Bei der Fahrt ins Haus konnte ich erste Eindrücke von Afrika bzw Accra machen. Ich hab mir erlich gesagt alles viel viel ärmlicher vorgestellt.. Heimweh hatte ich abends schon ziemlich und auch morgens, wenn man an die Daheimgeblieben denkt.

 

 

Ich werde euch die nächsten Tage mal mehr über das Haus, den Trotros und über das Projekt erzählen (;  und natürlich kommen dann auch ein paar Bilder

Bis bald :* 

Sonntag, 28.07.2013

15 Stunden...

Bald heißt es dann wirklich: Tschüss Deutschland! Akwaaba Accra! (:

Koffer sind fast fertig gepackt, Flugplatz ist reserviert und es müssen auch so nur noch Kleinigkeiten erledigt werden. Morgen um 7:30 Uhr geht dann auch schon der Flieger. Mittlerweile steigt auch die Vorfreude. (: 

Ich wurde schon oft gefragt, warum ich eigentlich das mache. Aber ich fand schon immer das Land "Afrika" interessant und seit gefühlten Ewigkeiten rede ich oft davon selber mal ein Kind zu adoptieren, dass es einfach nicht so leicht hat.

Ich finde es auch sehr faszinierend, wie glücklich die Kinder oder auch die Älteren sind, obwohl sie nichts haben. Keiner beschwert sich. Es wird gelacht, getanzt und gefeiert. Meiner Meinung nach sollte sich jeder von uns ein Beispiel an ihnen nehmen! 
Bei uns beschwert sich immer jemand. Mich nehmen ich nicht aus aber ich will einfach lernen, dass es nichts hilft, wenn man sich ständig beschwert.

Also dann wollen wir mal los!! (:

P.s. Sobald ich Internet haben werde, wird der erste Eintrag aus Ghana folgen.. (: 

Mittwoch, 10.07.2013

Vorbereitungen für die große Reise

Ohje ohje.. Nur noch 19 Tage und dann heißt es ab zum Flughafen und los geht das Abenteuer. (:

Visum ist schon da, genauso wie das Führungszeugnis und der Reisführer ist gekauft und wird fleißig gelesen, also es fehlen nur noch Kleinigkeiten.
Heute habe ich meine Gelbfieberimpfung bekommen und am Freitag wird dann noch die wahrscheinlich letzte Impfung gemacht.

Kleinigkeiten für die Süßen sind auch schon besorgt. Ich werde nur noch ein paar Manderlabücher besorgen und vielleicht noch Gummibärchen. Hoffentlich freuen sich die Kleinen darüber. (:

Jeden Tag kommen neue Dinge dazu, die ich unbedingt mitnehmen will oder die ich noch besorgen möchte. Na hoffentlich passt alles in den Koffer. ;)

Die Aufregung steigt von Tag zu Tag und v.a. die Angst vor dem ersten Flug alleine. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! (: 

Also auf nach Afrika! ♥ 

Samstag, 29.06.2013

Nicht mehr lange..

So ihr Lieben,

bald heißt es für 5 Wochen Abschied nehmen und ab nach Ghana!
Die Vorfreude ist rießig und wird Tag zu Tag größer. Mittlerweile hab ich endlich mein Visum erhalten und jetzt fehlen nur noch Impfungen sowie andere Kleinigkeiten.

 

Heute habe ich mich auch einmal mit zwei Mitreisenden in Regensburg getroffen. Es war unglaublich schön sich auszutauschen und das nicht nur via Internet. Die beiden sind total nett und ich freue mich auch schon total die beiden in Ghana zu sehen und mit ihnen zu reisen und sonst noch alles zu entdecken (:

 

Ahhhhh in 30 Tagen geht endlich das Abenteuer Afrika los! (: